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Das Trinkwasser ist das best kontrollierte Lebensmittel in Deutschland - wirklich? 

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir einmal die Herstellung von unserem Leitungswasser näher betrachten. Die Anforderungen an das Trinkwasser in Deutschland sind gesetztlich in der Trinkwasserverordnung geregelt. Diese setzt bestimmte Grenzwerte für einige im Wasser enthaltene Schadstoffe fest.
Die Grenzwerte für diese Schadstoffe werden zwar eingehalten, doch was haben diese Stoffe überhaupt in unserem Wasser verloren?

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt die Prüfung von ca. 200 verschiedenen gelösten Stoffen, um das Trinkwasser nach seiner Güte zu beurteilen. Nach der deutschen Trinkwasserverordnung müssen nur 14 Stoffe auf ihre Grenzwertigkeit überprüft werden.

Darüber hinaus gibt es in Deutschland für zahlreiche Inhaltsstoffe keine Grenzwerte, sondern nur Richtwerte. Die meisten möglichen Wasserinhaltsstoffe werden also gar nicht überprüft. Wissenschaftler gehen mitlerweile von über 1700 verschiedenen gelösten Substanzen im Wasser aus.
Dieses Missverhältnis lässt sich am Beispiel von Nitrat gut verdeutlichen:
Nitrat ist ebenfalls sehr häufig im Leitungswasser anzutreffen, in Deutschland gilt der Grenzwert von 50 mg/Liter. Der EU-Richtwert beträgt 25 mg/Liter. Amerikanische Studien warnen aber bereits vor einer Konzentration von 3 mg/Liter, da diese Menge bereits ausreichen soll, um die Entstehung von Krebs zu begünstigen!

Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass das deutsche Trinkwasser im internationalen Vergleich bei 122 getesteten Ländern, nur auf Platz
57 liegt - hinter Ecuador! Damit bildet Deutschland zusammen mit Belgien das Schlusslicht der EU oder anders ausgedrückt - nirgendwo in der Europäschen Union gibt es stärker belastetes Wasser als in Deutschland und Belgien! (UNESCO-Studie)

Doch wie kam es dazu?

Ursache Nr.1:          
Vergleicht man die Trinkwasserverordnungen der letzten Jahre, so lässt sich feststellen, dass immer weniger Grenzwerte genommen werden.
Gleichzeitig sind die Umwelteinflüsse auf das Grundwasser aber dramatisch gestiegen:
Hunderte Arzneimittelrückstände, Weibliche Hormone (Millionen Frauen verwenden die Pille und scheiden mit dem Urin Östrogene aus), Bakterien und Vieren, Herbizide, Pestizide, Industriabwässer, Weichmacher, Putzmittelrückstände, Nitrat.

Die Klärwerke sind technisch nicht in der Lage, alle diese Substanzen rückstandslos zu entfernen, denn die dafür notwendige Membranfiltration wäre für Städte und Gemeinden viel zu teuer.
Diese wasserlöslichen Substanzen gelangen somit wieder zurück in die Flüsse und Seen.

Die Folgen sind schon seit Jahren messbar:
Verweiblichung von Fischarten, messbare Rückstände von Hunderten verschiedener Stoffe im Wasser - ein Wirkstoffcocktail mit völlig unbekannten Risiken. Zudem sind die Wechselwirkungen dieser Verbindungen untereinander völlig unbekannt!
Diese Stoffe gelangen schließlich im Leitungswasser wieder zu uns....

Lesen Sie hierzu bitte auch:
- pressetext.deutschland: Trinkwasser wird zum Medikamenten-Cocktail
- Stern-TV: Kokain im Trinkwasser
- Stiftung Warentest - Blei im Trinkwasser
- Stiftung Warentest - Schwermetalle im Trinkwasser
- zdnet.de - RFID-Chips verseuchen das Trinkwasser

- Plusminus - Blei aus dem Wasserhahn
- Webheimat.at - Armaturen geben Blei ins Trinkwasser ab
- Öko-Test - TEST: Küchenbrausen (PDF)

Ursache Nr.2:          
Eine weitere Quelle für Verunreinigungen stellt das Rohrleitungssystem bis zur Entnahmestelle beim Endverbraucher dar (Zuhause am Wasserhahn).

Auf dem Weg dorthin läuft das Wasser durch kilometerlange Rohrleitungen, welche teilweise gesundheitlich sehr bedenkliche Stoffe enthalten wie z.B. Kupfer, Teer oder Blei. Und eben diese Stoffe können an das Wasser abgegeben werden.

Die Messung der Konzentration der möglichen Schadstoffe sollte deswegen direkt am Wasserhahn des Endverbrauchers erfolgen. Dies ist aber zu aufwändig.
Die Schadstoffkonzentration, die direkt am Klärwerk gemessen wird, liegt daher meist unter der Konzentration, die Zuhause am heimischen Wasserhahn erreicht wird.

Die Schadstoffabgabe von den Rohrleitungen ins Wasser wird je nach Bausubstanz und Länge der Rohrleitung begünstigt. Besonders häufig sind Belastungen durch Blei- oder Kupferrohre.

Für Blei liegt der Grenzwert bei 25 mg/Liter - Der neue EG Grenzwert beträgt 10mg/Liter.
Junge Frauen, Schwangere und Kinder sollte kein Wasser konsumieren welches den EG Grenzwert überschreitet.
Für Kupfer gibt es nur einen Richtwert von 2 mg/Liter - dieser Wert ist aber für Kleinkinder bereits absolut bedenklich !
Lesen Sie hierzu bitte auch:
- Stiftung Warentest - Blei im Trinkwasser
- Stiftung Warentest - Schwermetalle im Trinkwasser
- S. Janetzko - Schadstoffe im Trinkwasser und ihre Auswirkungen

Fazit:
Unsere Wasserwerke liefern Wasser, welches den gesetzlichen Grenzwerten entspricht. Dennoch ist das deutsche Trinkwasser im europäischen Vergleich eins der schlechtesten. Darüberhinaus beinhaltet es einen Wirkstoffcocktail mit völlig unbekannten Risiken für den Verbraucher. Weiterhin wird die Konzentration der möglichen Schadstoffe durch blei- und kupferhaltige Rohrleitungen noch erhöht.

Einen sehr guten weiterführenden Überblick zum Thema Wasser finden Sie hier:

>> weiter mit Flaschenwasser